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Integrationspolitik

Gruppe von fünf jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund

Aktuell

17.05.2017. „Für Kinder werden unsere Werte im Spiel greifbar.“ – Neues Integrationsprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund: Integration ist eine der großen Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Sie wird nicht von heute auf morgen gelingen. Der Grundstein muss bereits heute gelegt werden, damit sich alle in Bayern lebenden Migrantinnen und Migranten hier wirklich zu Hause fühlen.

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration fördert daher das Projekt „WerteRaum“ der Brochier Stiftung mit ca. 788.000€. Die Stiftung führt mit Hilfe der spiel & sport team GmbH ein Wertevermittlungsprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund durch. Das Projekt soll an Grundschulen oder anderen Institutionen mit einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den Städten München und Nürnberg angeboten werden. Die Kinder können in ihrer Freizeit – geplant sind 8 Doppelstunden – an dem Projekt teilnehmen. Nach Aufwärmspielen, einer Reflexion der Inhalte der letzten Stunde werden spezifische Themen mit den Kindern gemeinsam spielerisch erarbeitet. Hauptthemen sind Gemeinschaft, Gleichberechtigung sowie Bildung und Beruf. Die bayerische Integrationsministerin Emilia Müller erklärt dazu: „Kindern im Grundschulalter kann man Werte nicht einfach mit erhobenem Zeigefinger beibringen. Begriffe wie Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit allein sagen ihnen nicht viel. Das Projekt WerteRaum macht es ganz richtig. Dort lernen Kinder mit Migrationshintergrund spielerisch, wie wichtig bei uns Werte wie die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sind.“

Nähere Informationen zu dem Modellprojekt finden Sie auf der Webseite www.werteraum.org.

 

05.04.2017 - Integrationslotsen - Bayern unterstützt Ehrenamtliche und stellt ihnen hauptamtliche Integrationslotsen zur Seite: Landauf, landab unterstützen Ehrenamtliche Menschen mit Migrationshintergrund bei der Integration. Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller verkündete heute, dass der Freistaat ihnen nun professionelle Hilfe zur Seite stellt. Im Rahmen eines Modellprojekts werden sogenannte Integrationslotsen gefördert. Diese stehen den Ehrenamtlichen als verlässliche Ansprechpartner und Koordinatoren in Sachen Integration zur Verfügung. „Gelingende Integration ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Viele Ehrenamtliche leisten hier Großartiges. Aber Integration ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wir alle werden dazu einen langen Atem brauchen. Deshalb wollen wir unsere Ehrenamtlichen weiter unterstützen und bieten ihnen mit den hauptamtlichen Integrationslotsen künftig professionelle Anlaufstellen und Beratung zu allen Fragen rund um das Thema Integration“, erklärte die Ministerin.

Die Integrationslotsen werden auf kommunaler Ebene tätig sein. Sie werden Schulungen, insbesondere auch im Bereich der Wertebildung, und Fortbildungen für die Ehrenamtlichen anbieten. Grundlage hierfür ist das vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern entwickelte Rahmencurriculum. Ferner werden die Integrationslotsen wertvolle Netzwerkarbeit vor Ort leisten. „Bayern hat im Asylbereich bereits sehr gute Erfahrungen mit den Ehrenamtskoordinatoren gemacht. Inzwischen rückt aber immer mehr die Integration der Bleibeberechtigten in den Fokus. Wir haben darauf reagiert und mit den Integrationslotsen nun auch für den Bereich Integration die hauptamtliche Betreuung unserer Ehrenamtlichen auf den Weg gebracht“, so Müller.

Die Förderung pro Lotsenstelle kann bis zu 40.000 Euro betragen. Nun sind alle interessierten Landkreise und kreisfreien Städte Bayerns aufgerufen, sich bis zum 23. April beim Integrationsministerium um die zunächst 15 Integrationslotsenstellen in der Modellprojektphase zu bewerben.

 

17.03.2017 - Integrationsministerkonferenz: Am 16. und 17. März 2017 fand die 12. Integrationsministerkonferenz unter dem Vorsitz von Baden-Württemberg in Friedrichshafen am Bodensee statt.

Einmal im Jahr treffen sich die Integrationsministerinnen und -minister sowie die für das Thema „Integration“ zuständigen Senatorinnen und Senatoren, um über grundsätzliche und länderübergreifende Angelegenheiten der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu diskutieren und Beschlüsse zu aktuellen Themen in diesem Bereich zu fassen. Sie  dient zudem der Koordination mit den zuständigen Bundesressorts. Das Bayerische Motto lautet: „Integriert wird, wer bleiben darf.“ Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller betonte, „Bayern steht für eine klare Linie in der Integrationspolitik: Wir müssen bei der Integration diejenigen gezielt fördern, die eine tatsächliche Bleibeperspektive in unserem Land haben. Dem Ansinnen einiger Länder, Integrationsmaßnahmen auch auf diejenigen Asylbewerber auszuweiten, die keine realistische Bleibeperspektive haben, erteilt Bayern deshalb eine deutliche Absage.“

Bayern ist das Land der gelingenden Integration. Mehr als 20 Prozent der bayerischen Bevölkerung hat Migrationshintergrund. Dennoch gibt es im Freistaat ein gutes Miteinander der Bevölkerung und kein Neben- oder gar Gegeneinander. Zusammen mit dem Bayerischen Integrationsgesetz hat Bayern zukunftsfähige Rahmenbedingungen für die Integration der Bleibeberechtigten geschaffen. „Unsere langjährigen Erfolge nach dem Prinzip Fördern und Fordern beweisen, dass wir bei der Integration mit unserem Ansatz auf dem richtigen Weg sind“, so Frau Staatsministerin abschließend.

Hier finden Sie die entsprechende Pressemitteilung

 

30.08.2016 - Wohnsitzzuweisung: Bayern ist das erste Bundesland, das die Wohnsitzzuweisung von anerkannten Asylbewerbern ermöglicht. So können die Regierungen nun anerkannten Asylbewerbern und Bleibeberechtigten, die Sozialleistungen beziehen, für drei Jahre einen Wohnsitz zuweisen. Ausgenommen von der Regelung sind Personen, die bereits eine Ausbildung absolvieren oder sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Die Regierungen werden die Unterzubringenden in der Regel dorthin zuweisen, wo sie schon während des Asylverfahrens untergebracht waren. Damit kann auf die bereits begonnene Integration vor Ort aufgebaut werden.
Hier finden Sie die Textfassung zur Durchführungsverodnung sowie weitere Informationen.

 

8. Juni 2016 - Der Bayerische Integrationspreis wurde 2016 erneut gemeinsam durch die Bayerische Staatsregierung, den Bayerischen Landtag und den Bayerischen Integrationsbeauftragten vergeben. Im Rahmen einer Festveranstaltung im Bayerischen Landtag wurden am 8. Juni 2016 die Preisträger geehrt. Das Motto für den Bayerischen Integrationspreis 2016 lautete „Werte und Traditionen“.
Ausgezeichnet wurde der Integrationsbeirat der Stadt Garching für sein Projekt „Meine neue Heimat – Spurensuche der bayerischen Kultur in der Natur“.
Hier finden Sie die Pressemitteilung und Bildmaterial zur Verleihung.

Weitere Informationen zu den Preisträgern finden Sie in der Rubrik "Bayerischer Integrationspreis".


10. Mai 2016 - Bayerisches Integrationsgesetz beschlossen / Integrationsministerin Emilia Müller und Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber betonen Grundsatz „Fördern und Fordern“ / Müller: „Bayerisches Integrationsgesetz stellt Integrationsbereitschaft sowie Achtung unserer Werteordnung und Leitkultur in den Mittelpunkt“

Weiter zum Entwurf für ein Bayerisches Integrationsgesetz


13. Oktober 2015 - Ministerrat beschließt Finanzierungskonzept für Ausgaben im Bereich Zuwanderung und Integration / Insgesamt 3,25 Milliarden Euro für die Bewältigung des Flüchtlingsstroms im Jahr 2016 vorgesehen / Davon allein 489 Millionen Euro für Sonderprogramm „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“


9. Oktober 2015 - Ministerrat beschließt Sonderprogramm zur Bewältigung der Flüchtlingskrise und Maßnahmenpaket zur Begrenzung der Zuwanderung / Ministerpräsident Seehofer: "Bewältigung des Flüchtlingszustroms ist größte Herausforderung seit Wiedervereinigung / Grenzen der Aufnahmefähigkeit Deutschlands erreicht / Begrenzung der Zuwanderung durch Schutz der EU-Außengrenzen und Durchsetzung des Dublin-Verfahrens notwendig / Bayerisches Sonderprogramm 'Zusammenhalt fördern, Integration stärken' einmalig in der Bundesrepublik Deutschland"


Integration in Bayern

Wie wir Integration meistern, ist entscheidend für die Gesellschaft, in der unsere Kinder und Enkel leben werden. In Bayern leben hunderttausende Menschen mit Migrationshintergrund ihre persönliche Erfolgsgeschichte. Wir möchten eine Kultur des Miteinanders, so dass Menschen mit ausländischen Wurzeln sich einbringen können und wollen. Bei der Arbeit und in die örtliche Gemeinschaft. Und wir wollen eine Kultur der Wertschätzung. Viele Menschen mit ausländischen Wurzeln sind Leistungsträger. Ohne sie wäre unser Land ärmer. Menschen mit ausländischen Wurzeln sollen wissen: Bayern nimmt sie an, wie sie sind, wenn sie selbst offen für Bayern sind. Dies sind die Ziele des Bayerischen Integrationskonzepts „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“

Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Wir setzen auf Integration durch Bildung und Arbeit und werden die Bildungs- und Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Migrationshintergrund weiter erhöhen.

Integration zu fördern, ist ein ständiger Prozess und betrifft alle Lebensbereiche - von der frühkindlichen Bildung über die Sozialarbeit bis zur Arbeitsvermittlung.

Miteinander leben

Integration ist ein wechselseitiger Prozess. Wir verlangen, dass Migranten „Ja“ sagen zu unserer Gesellschaft. Wer bei uns dauerhaft leben will, muss mit uns leben wollen. Wir setzen dabei auf „Fördern und Fordern“ von Anfang an; jeder muss Eigenverantwortung für das Gelingen seines Integrationsweges übernehmen. Gelingende Integration setzt aber genauso eine Willkommenskultur voraus und ein Miteinander vor Ort.

Die erfolgreiche Integration in Bayern gelingt durch das Mitwirken aller vor Ort. Die einzelnen Regierungen sind hierbei ein zuverlässiger Partner und bieten vielfältige Informationen.

Stand der Maßnahmen

Die Studie "Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bayern – Stand der Integration und integrationspolitische Maßnahmen" des europäischen forums für migrationsstudien (efms) lässt für den Zeitraum von 2005 bis 2015 klare Fortschritte bei der strukturellen Integration in Bayern erkennen. Auf der Basis des Dritten Berichts zum Integrationsmonitoring der Länder untersucht sie die Entwicklungen im Bereich der Staatsbürgerschaft, des Bildungs- und Ausbildungswesens, der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes sowie des Wohnungsmarktes im Hinblick auf die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund.

Integration geschieht vor Ort in den Kommunen. Die Studie legt daher auch einen Schwerpunkt auf die Darstellung von Strukturen in 34 ausgewählten bayerischen Groß-, Mittel- und Kleinstädten, die Integration fördern und unterstützen und gibt damit einen guten Überblick über die integrationspolitische Landschaft in Bayern.

Die erste Studie des Europäischen Forums für Migrationsstudien (efms), bildet eine solide Basis, um Integration zuverlässiger und differenzierter erfassbar zu machen und Integrationspolitik noch zielgenauer ausrichten zu können.

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Bürger­schaft­liches Engage­ment im Be­reich Inte­gration

Logo Gemeinsam Engagiert

Abschlussbericht zum Modellprojekt „Ge­mein­sam eng­agiert“

gemeinsam-engagiert.net

Logo BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Als Kompetenz­zen­trum für Mi­gra­tion und In­te­gra­tion ist das Bundes­amt zu­ständig für die Durch­führ­ung von Asyl­ver­fahr­en und den Flücht­lings­schutz.

bamf.de

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